flying tigers still 02

Synopsis

Flying Tigers
Ein Film über Erinnerung, Krieg und Infrastruktur
von Madhusree Dutta

Schließ die Fenster. Der Tiger kommt. Ich kann ihn riechen!

Ihre Alzheimer-Erkrankung fördert ein Erinnerungsfragment aus dem Gedächtnis einer alten Frau in Indien zutage, aufgezeichnet von ihrer Tochter, der Filmemacherin Madhusree Dutta. Sie folgt der Spur, die ihre Mutter hinterlassen hat, zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Im nordöstlichen Bundesstaat Assam errichtete die US-Armee 1942 die erste Luftbrücke der Militärgeschichte über den Himalaya zur Unterstützung der chinesischen Stadt Kunming, ausgeführt von der Airforce-Spezialeinheit Flying Tiger. Die Errichtung der gewaltigen Infrastruktur zerstörte das ökologische Gleichgewicht des Dschungels und trieb die echten Tiger bis in die Teeplantagen von Assam, wo die Mutter der Regisseurin aufwuchs.

Im Verlauf ihrer Recherchen entdecken Madhusree Dutta und die chinesische Medientheoretikerin Mi You, deren Freundschaft nur in einem Drittland wie Deutschland entstehen konnte, einen gemeinsamen historischen Moment zwischen den Nachbarländern mit geschlossenen Grenzen. Zu ihnen stößt Purav Goswami, Autor aus Assam, mit seiner künstlerischen Erforschung von Landschaft, Boden und Gelände.

In einem wachsenden audiovisuellen Netzwerk aus Anekdoten, Briefen und Nachrichten, erkunden sie ihren Weg durch Zeit und Raum, zwischen fragilen Erinnerungen einer unbekannten Vergangenheit und unerforschten Nischen der Gegenwart.

Wie Chars, schwimmende Inseln im mächtigen Strom Brahmaputra, tauchen Geschichten im Film auf und wieder ab, fruchtbar und doch weder politisch noch dramaturgisch zu vereinnahmen.

Auf diese Weise lässt die Filmemacherin uns die Welt durch eine andere Optik sehen, wie es auch Alzheimer tut. Das Autobiografische wird hybrid, oder sogar halluzinativ.

Ende der Distanz.*

 

 

*(aus dem "Song of Infrastructure“)

Credits

mit
Madhusree Dutta, Mi You, Purav Gowami 

Buch & Regie Madhusree Dutta
Kamera Riju Das (Indien), Isabelle Casez (Europa), Guligo Jia Yanan (China)
Sound Recording Ahbilit Chetiya (Indien), Pascal Capitolin (Europa), Juni He (China)                  
Schnitt Federico Neri
Dramaturgie Merle Kröger, Bina Paul
Herstellungsleitung Tarshia Dutta (Indien), Xiaodong Guo und Mina Chen (China)
Produzentinnen Alex Gerbaulet, Merle Kröger, Bina Paul
Executive Producer Meike Martens
Redaktion Kathrin Brinkmann 

Eine Produktion von pong film 
in Koproduktion mit TCG Studios und ZDF / ARTE 

Produktion gefördert von
BKM, Deutschland
Medienboard Berlin Brandenburg

Postproduktionsförderung von
German Films

Pressearbeit
Kleber Film PR 
Dagny Kleber                   
dagny(at)kleberfilmpr.de 
Tel. +49 (0)171 4024 803 
Katharina Maas
katharina(at)kleberfilmpr.de 
Tel. +49 (0)178 8642 721

Verleih
Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
Gerichtstraße 53 
13347 Berlin
distribution(at)arsenal-berlin.de

Weltvertrieb
pong film
Skalitzer Str. 62
10997 Berlin
mail(at)pong-berlin.de

Kontakt Produktion pong
Alex Gerbaulet
gerbaulet(at)pong-berlin.de
Tel. +49 (30) 61076098

Visuals

Mehr Infos

  • festivals

    Weltpremiere: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin - 56. Forum

  • fact sheet

    Länge: 105 Minuten
    Land: Deutschland, Indien 2026
    Format: DCP 2K
    Sprache: Bengali, Miya, Englisch, Mandarin, Deutsch und Polnisch mit englischen und deutschen Untertiteln